Allen Jugendlichen eine Chance geben!
Seit letztem Herbst steigt die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen massiv an. Wenn es der Bundesrat nun versäumt, im Rahmen des vorgezogenen dritten Konjunkturpakets Unterstützungs- und Überbrückungsmassnahmen zu beschliessen, droht der Schweiz in den kommenden Monaten eine gefährliche Verschärfung der Arbeitsmarktsituation namentlich für die LehrabgängerInnen. Wer jetzt auf Zeit spielt, tut dies auf Kosten der Jugend und schadet damit der Zukunft der Schweiz. Nur mit schönen Sonntagsreden ist den betroffenen jungen Angestellten nicht geholfen. Die SP fordert darum umgehend ein Spitzengespräch aller Parteien und Sozialpartner mit dem Wirtschaftsausschuss des Bundesrates.
Seit letztem Herbst steigt die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen massiv an. Wenn es der Bundesrat nun versäumt, im Rahmen des vorgezogenen dritten Konjunkturpakets Unterstützungs- und Überbrückungsmassnahmen zu beschliessen, droht der Schweiz in den kommenden Monaten eine gefährliche Verschärfung der Arbeitsmarktsituation namentlich für die LehrabgängerInnen. Wer jetzt auf Zeit spielt, tut dies auf Kosten der Jugend und schadet damit der Zukunft der Schweiz. Nur mit schönen Sonntagsreden ist den betroffenen jungen Angestellten nicht geholfen. Die SP fordert darum umgehend ein Spitzengespräch aller Parteien und Sozialpartner mit dem Wirtschaftsausschuss des Bundesrates.Wie die neusten Arbeitslosenzahlen von anfangs Monat erneut gezeigt haben, sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders von der Krise betroffen, weil ihre Stellen extrem konjunkturabhängig sind. "Doch jeder junge Arbeitslose ist einer zu viel", sagt Nationalrätin und Bildungsexpertin Chantal Galladé. Speziell für Jugendliche, die nun ihre Lehrausbildung beenden, müssen umgehend innovative Lösungen gefunden werden, ist auch SP-Vizepräsidentin Pascale Bruderer der Ansicht. "Das Ziel muss es sein, diese jungen Menschen möglichst nahe am Arbeitsmarkt zu halten. Denn was sie in erster Linie brauchen, ist nicht Geld – sondern eine Perspektive." Mit solchen Massnahmen noch bis zum Sommer oder gar bis zum Herbst zuzuwarten, wie das Wirtschaftsministerin Doris Leuthard plant, ist unverantwortlich und droht über kurz oder lang den sozialen Frieden in der Schweiz zu gefährden.
Bereits vorhandene und neue Ideen müssen aus Sicht der SP jetzt diskutiert und schnell umgesetzt werden, weil mit jedem verlorenen Tag die Zahl der Arbeitslosen weiter steigt. Folgende Forderungen der SP müssen im umgehend zu realisierenden Konjunkturpaket III des Bundes berücksichtigt werden:
- Weiterbeschäftigung nach dem Ende der Lehre: Lehrbetriebe wie auch die LehrabgängerInnen müssen einen Anreiz erhalten, damit die Jugendlichen weiterbeschäftigt werden. Teilfinanziert durch die ALV sollen die Anstellungen vorerst für weitere 12 Monate mit einem leicht reduzierten Ausgebildeten-Salär weitergeführt werden.
- Solidaritätsprozent: Die Unterstützung für die Jugendlichen, die ihre Arbeit zu verlieren drohen, muss von den Gutverdienenden solidarisch mitgetragen werden. Analog zum Solidaritätsprozent zur Sanierung der Arbeitslosenversicherung soll auf den Löhnen über 126'000 Franken ein Prozent zur Finanzierung der Massnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit erhoben werden.
- Öffentliche Hand geht mit gutem Beispiel voran: Bund, Kantone und Gemeinden müssen ein Zeichen setzen und beschäftigen auf deren Wunsch alle ihre LehrabgängerInnen für weitere 18 Monate nach Lehrabschluss.
- Innovationszehntel voll ausschöpfen: Gemäss den Vorgaben des Bundesgesetzes über die Berufsbildung (BBG) müsste der Bund 10 Prozent der Ausgaben für Berufsbildung in Projekte für Jugendliche investieren, die keine Lehrstelle oder Arbeitsstelle finden. Diesen Betrag hat der Bund bis jetzt in keinem Jahr ausgeschöpft. Der Bund muss jetzt verstärkt eigene Projekte zugunsten schwächerer Jugendlicher initiieren.
- Weiterbildungsgutscheine für Lehrabsolventen: Alle erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen einer Berufslehre mit Eidgenössischem Fähigkeitsausweis oder einem vergleichbaren Abschluss sollen zusammen mit dem Zeugnis einen Ausbildungs- und Weiterbildungsgutschein über 5'000 Franken erhalten, einlösbar bei einer vom Bund oder einem Kanton anerkannten Institution der höheren Berufsbildung. (SP-Motion 09.3294 "Jugendliche nicht auf die Strasse stellen")
- Bundesratsparteiengespräche zur Lehrstellenproblematik: Kurzfristig betrifft die aktuelle Krise vor allem die LehrabgängerInnen. Ein Spitzengespräch aller Parteien und Sozialpartner mit dem Wirtschaftsausschuss des Bundesrates muss darum umgehend anberaumt werden. Für die nächste Generation der SchulabgängerInnen wird aber die Lehrstellensuche ab kommenden Herbst durch die Rezession enorm erschwert. Diese Herausforderung "Lehrstellen auch in der Krise" muss bei den Bundesratsparteiengesprächen im Oktober im Zentrum stehen.
- Neue Weiterbildungs- und Überbrückungsmöglichkeiten wie Basislehrjahr: Die über 300 Millionen Franken, welche Gemeinden, Kantone und der Bund für Brückenangebote bezahlen, sind nicht optimal eingesetzt. Es wäre sinnvoller, einen Teil dieses Geldes in den Ausbau von Basislehrjahren zu investieren.







Social media
RSS abonnieren
Twitter