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Bundesrat

Aktuelle Mitglieder aus der SP

Die Sozialdemokratische Partei ist seit 1943 im Bundesrat vertreten. Seit 1959 gehören dem Bundesrat jeweils zwei VertreterInnen der SP an.

 

SP-Bundesratswahlen sorgen für Spannung(en)

Am Parteitag 1929 sprach sich die SP zum ersten Mal für eine Beteiligung der Partei im Bundesrat aus. Allerdings musste sie noch 14 Jahre warten, bis der erste Sozialdemokrat in die Regierung gewählt wurde. Nachdem die SP aus den vergangenen Wahlen jeweils als stärkste Partei hervorgegangen war, erhob sie 1943 den Anspruch auf zwei Sitze in der Regierung. Als ersten (und voerst noch einzigen) SP-Vertreter wählte die Vereinigte Bundesversammlung damals den Zürcher Ernst Nobs. 1953 begibt sich dann die SP wieder zurück in die Opposition: Am Tag nach der Ablehnung der Finanzreform tritt der SP-Finanzminister Max Weber zurück. Erst 1959 zieht die SP wieder in den Bundesrat ein - jetzt erstmal mit zwei Vertretern («Zauberformel»).

Bundesratswahlen wurden von der bürgerlichen Mehrheit im Parlament jeweils auch für Machtdemonstrationen verwendet. So wurde 1959 wegen seiner «kommunistischen Vergangenheit» an Stelle des offiziell nominierten SP-Parteipräsidenten Walter Bringolf der Basler Hans Peter Tschudi gewählt. Die Geschichte wiederholte sich 1973: Die Vereinigte Bundesversammlung zog dem offiziellen SP-Kandidaten den Solothurner Willi Ritschard vor, der später hohe Popularität genoss.
Zu einer prinzipiellen Debatte über die Beteiligung der SP im Bundesrat führte dann Willi Ritschards Ersatzwahl 1983: Nach der SP sollte die profilierte und erfahrene Lilian Uchtenhagen als erste Frau in den Bundesrat gewählt werden. Gewählt wurde jedoch der Solothurner Altnationalrat Otto Stich.
Noch höhere Wellen warf die Wahl für die Nachfolge von Bundesrat René Felber 1993. Gewählt wurde wiederum nicht die offizielle Kandidatin der SP - die Genfer Ständerätin Christiane Brunner - sondern der Neuenburger Nationalrat Francis Mathey. Nach einer einwöchigen Bedenkzeit schlug dieser jedoch die Wahl aus. Vom Zweierticket Brunner / Dreifuss wurde schliesslich Ruth Dreifuss als erste Sozialdemokratin in die Regierung gewählt.

In der jüngsten Zeit wurde der Anspruch der SP auf die Regierungsbeteiligung zweimal von der SVP in Frage gestellt: Bei der Erneuerungswahl 1999 kandierte der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Blocher erfolglos und bei der Ersatzwahl von Ruth Dreifuss im Jahr 2002 der Zürcher SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi.

 

SP-BundesrätInnen seit 1943

  • Ernst Nobs (1943 - 1951)
  • Max Weber (1951 - 1953)
  • Willy Spühler (1959 - 1969)
  • Hans Peter Tschudi (1959 - 1973)
  • Pierre Graber (1969 - 1977)
  • Willi Ritschard (1973 - 1983)
  • Pierre Aubert (1977 - 1987)
  • René Felber (1987 - 1993)
  • Otto Stich (1983 - 1995)
  • Ruth Dreifuss (1993 - 2002)
  • Moritz Leuenberger (1995 - 2010)
  • Micheline Calmy-Rey (2002 - 2011)
  • Simonetta Sommaruga (2010 - )
  • Alain Berset (2012 - )

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