Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) unterstützt die Vorlage zu den Ergänzungsleistungen im Zusammenhang mit Hilfe und Betreuung zuhause. Dank neu anerkannter Hilfe- und Betreuungsleistungen werden mehr betreuungsbedürftige Menschen weiterhin zuhause leben können. Auch sollen allgemein die Alltagsgestaltung und soziale Teilhabe unterstützt werden können. Die SP Schweiz begrüsst diese wichtigen Schritte zur Stärkung der Selbstbestimmung der betroffenen Personen.
Künftig sollen neu anerkannte Leistungen für Hilfe und Betreuung im eigenen Zuhause oder in einer betreuten Wohnform vergütet werden, um das selbstbestimmte Wohnen von Bezüger:innen von Ergänzungsleistungen zur AHV/IV zu fördern und Heimeintritte zu verzögern. «Die Vorlage wird vielen Menschen ermöglichen, weiterhin in den vertrauten eigenen vier Wänden zu leben, anstatt stationär betreut zu werden», sagt SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen. «Das ist eine gute Nachricht für die Betroffenen.»
Gemäss Bundesrat benötigt ein Drittel der Menschen in Alters- oder Pflegeheimen weniger als eine Stunde Pflege pro Tag. «Zahlreiche Leistungen könnten mit überschaubarem Aufwand ausserhalb dieser Institutionen erbracht werden», sagt Flavia Wasserfallen. «Wenn wir Heimeintritte etwa durch die Berücksichtigung betreuter Wohnformen im Rahmen der Ergänzungsleistungen verzögern oder sogar vermeiden können, stärken wir die Autonomie dieser Menschen und vermeiden hohe Kosten. Zentral für die gewünschte Wirkung von mehr Selbstbestimmung und weniger Heimeintritte ist zudem die Aufnahme des psychosozialen Aspekts der Betreuung, wie sie die Kommission erfreulicherweise beschlossen hat.»